Sonntag, Dezember 4, 2022
Sieg Reha Hennef
StartAllgemeinIllusionen – Die Welt der Dioramen

Illusionen – Die Welt der Dioramen

Ausstellung
im Siebengebirgsmuseum der Stadt Königswinter
Kellerstraße 16, 53639 Königswinter
Telefon: 0 22 23 / 37 03
info@siebengebirgsmuseum.de
www.siebengebirgsmuseum.de

Vom 18. November 2022 bis 16. April 2023

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag: 14 – 17 Uhr
Samstag: 14 – 18 Uhr
Sonn- und Feiertage: 11 – 18 Uhr

Für Gruppen und Führungen auch nach Vereinbarung
Eintritt: 5 EUR, ermäßigt 2,50 EUR

Rahmenprogramm:
Kuratorinnenführungen
Sonntag, 4. Dezember 2022, 15 Uhr
Sonntag, 12. März 2023, 15 Uhr
Kosten: 7 EUR (ermäßigt 5,50 EUR)

Familienführungen
Samstag, 1. April 2023, 15 Uhr Kostenfrei

Vortrag im Rahmen einer „Kostprobe“
Mittwoch, 15. Februar 2023, 18 Uhr
Kosten: 7 EUR (ermäßigt 5,50 EUR)

Finissage-Führung
Sonntag, 16. April 2023, 17 Uhr
Kosten: 7 EUR (ermäßigt 5,50 EUR)

Das Siebengebirge war und ist ein beliebtes Ziel für Touristen, denen früher auf dem Eselsweg zum Drachenfels zur Unterhaltung besondere Attraktionen geboten wurden. Dazu gehörten seit den 1920er Jahren die berühmten Tischlein-Deck-Dich- und Heinzelmännchen-Dioramen aus der Königswinterer Automatenfabrik der Gebrüder Franz und Simon Lemmerz, deren Anziehungskraft in der Verbindung von ausgeklügelter Mecha-nik und visuellen Eindrücken bestand. Eine besondere Rolle spielten dabei die dreidimensionalen Effekte solcher Dioramen, die den Raum erfahrbar machen und der Lust des Schauens Rechnung trugen.

Während heute Menschen im Fernsehen Filme ansehen oder mit Computerprogrammen virtuelle Welten erkunden, boten früher Dioramen die Möglichkeit, Geschichten zu visualisieren oder ferne Länder und Landschaften zu entdecken. Vergleichbare Effekte erzielten die Panoramen und Stereoskope, die schon im 19. Jahrhundert auch in Königswinter am Rheinufer einluden. Auch die Fotografen vom Drachenfels erzeugten mit ihren Kulissenbildern räumliche Illusionen.

Die Ausstellung zeigt mit zahlreichen Beispielen die große Bandbreite unterschiedlichster Dioramen und deren Variationen zur Darstellung illusionistischer Räume. Im Mittelpunkt stehen dabei einige der legendären Automaten, die für viele Menschen noch heute unverzichtbarer Teil der Erinnerung an einen Ausflug auf den Drachenfels sind. Zu sehen ist auch der Nachbau eines stattlichen Kaiserpanoramas, wie es einst am Rheinufer stand, sowie Modelle einiger regionaler Verkehrsmittel.

Darüber hinaus wird die Entstehungsgeschichte eines naturkundlichen Dioramas anhand der Arbeit des Bonner Zoologen Alexander Koenig mit zahlreichen originalen Aufzeichnungen, Objekten und Präparaten dokumentiert, die er von seinen Reisen mitbrachte. Eigene Bereiche widmen sich dem Erfindungsreichtum von Louis Daguerre und verwandten Illusionstechniken sowie der beliebten Nutzung solcher belebten Szenerien in Naturkundemuseen. Als besondere Herausforderungen im Modellbau haben Dioramen ihre Faszination bis heute erhalten.

Abbildung: Laterna Magicabild, Rolandsbogen, Hersteller unbekannt (vermutlich englisch), Glas, handkoloriert, um 1860, Privatbesitz

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