So, 22. Nov. 2026, 11 Uhr: Concertante, Kursaal Bad Honnef
Grigory Alumyan Violoncello
Beethoven Orchester Bonn
Peter Whelan Dirigent
Josef Myslivecek
Sinfonie Nr. 1 F-Dur
1772
+
Joseph Haydn
Konzert für Violoncello
und Orchester D-Dur
Hob. VIIb:2
1783
+
Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie Nr. 36 C-Dur
KV 425 Linzer Sinfonie
1783
€ 25
zzgl. Gebühren
In unserer Reihe Hofkapelle machen wir uns erneut auf die Suche nach Spuren des Orchesters, in dem der junge Ludwig van Beethoven persönlich die Tasten schlug oder die Viola traktiert hat. Seit Herbst 2019 hat John D. Wilson von der Universität Wien unermüdlich in europäischen Archiven nach Musik aus Bonn gesucht – einige seiner Entdeckungen sind auf drei CDs dokumentiert und zeugen langfristig von der reichen Bonner Musikgeschichte. Im ersten Konzert ist der junge irische Dirigent Peter Whelan erneut bei uns zu Gast. Mit seinem lebendigen, energiegeladenen Musizieren zieht er sowohl Publikum als auch Orchester in seinen Bann. Im Mittelpunkt unseres Programms stehen zwei Werke von 1783. Das war das Jahr, in dem der junge Ludwig van Beethoven zum ersten Mal offiziell die Aufgaben des Hoforganisten Neefe übernahm, also in gewisser Weise in sein professionelles Musikerdasein einstieg. Joseph Haydns Cellokonzert D-Dur und Wolfgang Amadeus Mozarts Linzer Sinfonie sind Meilensteine des Repertoires und verkörpern auf ihre Weise den Geist der galanten Epoche – eine Zeit, von der sich der selbständig werdende Junge aus Bonn zehn Jahre später deutlich absetzen sollte. Das Cellokonzert ist eines der ersten bedeutenden Werke dieser Gattung überhaupt und nutzt die gesanglichen und virtuosen Qualitäten eines Instruments, das zuvor hauptsächlich Bass-Funktionen ausgeübt hatte. Die Linzer Sinfonie ist ein frühes Glanzstück Mozarts, die erste Sinfonie, in der er eine langsame Einleitung verwendet, so, wie es Haydn später in vielen seiner Sinfonien tun sollte: Festtagsstimmung und ausgelassene Heiterkeit zum Abschluss eines Konzerts, das uns zwei große Klassiker von ihrer inspiriertesten Seite zeigt.
So, 31. Januar 2027, 11:00 Uhr: Vorhang auf! Hofkapelle/Unterwegs 2, Kursaal Bad Honnef
Ein Vokalquartett aus WDR Rundfunkchor und der Chorakademie des WDR Rundfunkchores
Inga Balzer-Wolf Sopran
Silja Bothe Mezzosopran
Joachim Streckfuß Tenor
Richard Logiewa Stojanovic Bariton
Beethoven Orchester Bonn
Teresa Riveiro Böhm Dirigentin
Duette, Terzette und
Quartette aus der
Bonner Hofkapelle
1770—1786
€ 25 zzgl. Gebühren
Im Herbst 2025 begeisterte im ersten Hofkapellen-Konzert der vergangenen Saison ein Vokalquartett aus Mitgliedern des WDR-Chors und der Akademie des WDR-Chors das Publikum in Bonn und Bad Honnef. Damals stand Bonner Barock-Musik auf dem Programm. Nun sind wieder Sänger*innen des Kölner Elitechors bei uns zu Gast, diesmal mit einem Ausflug auf die Opernbühne: Es erklingen Duette, Terzette und Quartette, die vor 250 Jahren das Bonner Publikum in der Hofoper zu Begeisterungsstürmen hinrissen. Musik, die mit ihrem Schwung und ihren Texten die Inhalte der Aufklärung transportierte, die Werte einer neuen Zeit, die an einem der damals fortschrittlichsten Höfe Europas einen fruchtbaren Nährboden fanden. Und Ludwig van B. saß im Orchestergraben und spielte Bratsche … oder Cembalo. Am Pult steht bei uns Teresa Riveiro-Böhm, wir freuen uns sehr, diese herausragende Dirigentin der jüngeren Generation endlich bei uns begrüßen zu dürfen!
So, 11. Juli 2027, 11:00 Uhr: Unerhört! Hofkapelle 3 / Unterwegs 3, Kursaal Bad Honnef
Beethoven Orchester Bonn
Lorenzo Coppola
Klarinette und musikalische Leitung
Anton Reicha
Ouvertüre für großes
Orchester
+
Louis Spohr
Konzert für Klarinette und
Orchester Nr. 2 Es-Dur
op. 57
1810
+
Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 97 C-Dur
1792
€ 25 zzgl. Gebühren
Wieder zu Gast beim letzten Hofkapellen-Konzert der Spielzeit ist der musikalische Tausendsassa Lorenzo Coppola, der unser Orchester auf ungewöhnliche Weise zum Sprechen bringt – mal lachend und mal lärmend, mal weinend und mal raunend. Außerdem spielt er eines der schönsten frühromantischen Klarinettenkonzerte auf einer historischen Klarinette, deren runder, farbiger Ton die Ausdrucksmöglichkeiten der Epoche besonders spürbar macht.
Eröffnet wird der Abend wieder einmal mit einer Ouvertüre von Anton Reicha, extra für dieses Programm ediert und erstmals seit dem 18. Jahrhundert wieder aufgeführt.
Und zum guten Schluss der Saison: Eine der großen, funkelnden, letzten Sinfonien des gar nicht so ehrwürdigen »Papa Haydn« – ein Konzert für Klassik-Liebhaber und unerschrockene Abenteurer gleichermaßen.
Foto: Ajin Moon, PR-Bild des Veranstalters

