Schlesische Dreiviertelstunde

Heisterbacherrott. Do, 16. Juli 2026, 14.30 Uhr
„Polnische Spuren in Schlesien vor 1945“
Die Erzählung von den „wiedergewonnenen Gebieten“ gilt heute auch in Polen als widerlegt und als Instrument politischer Propaganda. Dennoch gab es enge Verbindungen zwischen Polen und Schlesien und die polnische Sprache blieb in Oberschlesien bis ins 20. Jahrhundert lebendig. Im Zuge der Nationalisierungsprozesse formierte sich dort eine Bewegung um Aktivisten wie Józef Lompa oder Karol Miarka, die das oberschlesische Volk als integralen Teil der polnischen Nation verstanden. Selbst in Breslau siedelten sich Polen aus anderen preußischen Regionen an, vor allem Gelehrte und Studenten. Die Präsentation mit Führung möchte diese historischen Verflechtungen beleuchten und die polnische Präsenz in Schlesien seit dem 19. Jahrhundert differenziert aufzeigen. Anmeldung erbeten.
Entgelt 3 € pro Person, Anmeldung unter 02244 / 886 231 oder kultur@hausschlesien.de erbeten.
Haus Schlesien, Dollendorfer Str. 412
Foto: © Haus Schlesien
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