Katharina Focke: Verantwortung für Europa

Unkel. Di, 10. März 2026, 18 Uhr
Katharina Focke (1922–2016) gilt als bedeutende europapolitische Pionierin der Bundesrepublik. Sie war eine Politikerin der SPD und eine bedeutende Vertreterin der europäischen Idee im Nachkriegs-Deutschland. Focke trat 1964 der Partei bei und wurde 1966 in den Landtag von NRW gewählt, wo sie bis 1969 tätig war. Zu dieser Zeit konzentrierte sie sich auf europäische und soziale Fragen. Nach ihrer Wahl in den Deutschen Bundestag 1969 ernannte Willy Brandt sie zur Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundeskanzleramt. Sie fungierte als enge Beraterin in Bezug auf Europapolitik, Bildungsfragen und Bund-Länder-Beziehungen. 1972 wurde sie Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit. Focke trat 1979 bei den ersten Direktwahlen zum Europäischen Parlament an und war dort bis 1989 Abgeordnete. Sie setzte sich stark für Entwicklungs- und Zusammenarbeitspolitik ein und war von 1984 bis 1987 Vorsitzende des Ausschusses für Entwicklung und Zusammenarbeit. Außerdem war sie 1984 SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl.
Der Historiker Tom Hillebrand wird in seinem Vortrag die europapolitische Karriere Fockes betrachten. In seinem laufenden Dissertationsprojekt untersucht er Fockes europapolitischer Erfolge und den Symbolcharakter Fockes für eine sich verändernde SPD in den 1960er und 1970er Jahren.
Um Anmeldung wird gebeten – über unser Online-Formular (s. unten) oder per E-Mail an forum-unkel@willy-brandt.de.
Veranstaltungsort: Willy-Brandt-Forum Unkel, Willy-Brandt-Platz 5
Anmeldeschluss: 09.03.2026
Foto: Jupp Darchinger/Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.
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